Dienstag, 17. April 2007

Wachstum von S. Lau

Ein Samen lag auf der Erde. Er war gerade erst von seinem Baum herabgefallen und blickte sich nun neugierig um. Wie anders die Welt von hier aus wirkte. Auf einmal war alles so groß. Die Grashalme, die er bisher verspottet hatte, weil sie so klein waren, überragten ihn. Sie wiegten sich sachte im Wind und kicherten. Jedes Jahr dasselbe flüsterten sie sich zu. Das ärgerte den Samen und er plusterte sich auf, um die passende Antwort zu geben.
Auf einmal erschien ein riesiges Tier mit großen gelben Zähnen, schwarzen Knopfaugen und monströsen Ohren. Der Samen wäre am liebsten davongekullert, aber er lag bewegunsunfähig am Boden. Verzweifelt versuchte er sich ganz klein zu machen. Die Maus, denn kein anderes Tier war es, griff mit den Pfoten nach dem Leckerbissen.
' Nein, bitte nicht, lass mich, ich will nicht...' Angstvoll blickte der Samen nach oben. Doch das interessierte die Maus wenig. Mit ihren scharfen Zähnen biss sie das Fruchtfleich von der Kirsche und warf den Kern beiseite, um sich den nächsten Leckerbissen zu holen.
Nun fühlte sich der Samen noch schutzloser. Wenn er doch wieder auf seinen Baum zrück könnte. Sachte fiel ein Blatt herab und bedeckte den Samen. Nach einer Weile fiel ein weiteres und dann noch ein Blatt herab. Zuerst kuschelte sich der Kern wohlig unter diese Decke. Nun konnte ih bestimmt kein Tier mehr etwas anhaben. Doch als es immer mehr Blätter wurden fing er an zu schreien 'Hört auf, hört auf, ihr erstickt mich noch', aber keiner hörte auf ihn. Es wurde immer kälter. Der Samen fing an zu zittern und er wurde müde, schrecklich müde. Als er wieder aufwachte. merkte er, dass sich in seinem Innneren etwas verändert hatte, aber was?
Es wurde wärmer, er glaubte fast die Sonnenstrahelen zu sehen, in denen er sich früher geschaukelt hatte und wurde traurig. Hier lag er nun in diesem Dunkel, und würde nie wieder die Wärme der Sonne fühlen und lustig im Wind tanzen. Doch was war das? Er horchte in sein Inneres. Irgend etwas kitzelte ihn dort. Er fing an zu kichern und kicherte und lachte, bis er platzte. Das was ihn gekitzelt hatte, bohrte sich nun tief in die Erde unter ihm, er konnte es spüren. Bald spürte er auch, wie ihn Nahrung durch dieses Ding erreichte. Zufrieden blieb er liegen, hier war es ja doch ganz angenehm. Doch dann schreckte er wieder aus seiner Bequemlichkeit. Dort veränderte sich wieder etwas. Nun wuchs noch etwas in die andere Richtung, es bohrte sich vorsichtig durch die Laubschichten über ihm. Licht, er konnte Licht sehen! Er fühlte die Sonnenstrahlen. Immer weiter und weiter reckte er sich dem Licht entgegen - und wuchs und wuchs und wuchs. Über die Jahre hinweg entwickelte er sich zu einem prächtigen Baum heran, vor dem so macher stehen blieb und ih bewundert ansah.

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