Im Waldorfkindergarten habe ich den Marienweg kennengelernt, der dort in der Advenstzeit aufgebaut wird. Es werden 24 Teelichter aufgestellt und die Marienfigur der Krippe wandert jeden Tag ein Licht weiter, eine Kerze mehr wird angezündet.
Diese Idee fand ich schön, allerdings habe ich das genz abgewandelt, denn in der Vorjulzeit wir ja der Tag jedes mal etwas Kürzer, das Licht schwindet mehr bis wir am Wintersonnenwnedtag die längste Nacht des Jahres haben.
Und dieses schwinden des Lichtes haben wir dann nachempfunden, indem wir am 1. Dezember alle 22 Kerzen angezündet haben, morgens zum Frühstück und abends zum Abendessen.

Bevor wir gegessen haben wurde die erste Kerze feierlich gelöscht,
denn der Tag war nun vorbei, es war schon dunkel. Und am nächsten Morgen wurde diese Kerze nicht mehr angezündet, so dass jeden Tag eine Kerze weniger brannte. In der ersten Tage konnten wir noch gut ohne zusätzliches Licht essen, denn die Kerzen erleuchteten die ganze Küche. doch zum Schluss mussten wir Licht anmachen, die letzten Kerzen waren nicht hell genug.

So konnten die Kinder fühlbar das Schwinden des Lichtes erleben und wir hatten zusätzlich eine Art Kalender anhand dessen sie sehen konnten wie viele Tage es noch dauern würde bis zum Wintersonnenwendfest.